Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates. Sie betrifft das Zahnfleisch, den Knochen und die Bindegewebsfasern, die den Zahn im Kiefer verankern. Unbehandelt kann sie zu Zahnlockerung und letztlich Zahnverlust führen.
Die Erkrankung entsteht meist aus einer bakteriellen Entzündung des Zahnfleisches (Gingivitis), die sich in tiefere Strukturen ausbreitet. Risikofaktoren sind unter anderem genetische Veranlagung, Rauchen, Diabetes mellitus, Stress oder unzureichende Mundhygiene.
Symptome einer Zahnfleischentzündung
- Zahnfleischbluten
- Schwellung oder Rötung des Zahnfleisches
- Mundgeruch
- Zahnfleischrückgang
- Lockerung von Zähnen
- Veränderung der Zahnstellung
Da Parodontitis oft lange schmerzfrei verläuft, bleibt sie häufig unbemerkt, also ist eine regelmäßige zahnärztliche Kontrolle entscheidend.
Ziel der Parodontitis-Behandlung
Ziel der Behandlung ist es, die bakterielle Entzündung zu stoppen, den weiteren Knochenabbau zu verhindern und die vorhandene Zahnsubstanz langfristig zu erhalten.
Bei Salvida erfolgt die Therapie strukturiert und leitlinienorientiert.
Ablauf der Parodontalbehandlung
1. Diagnostik
- Parodontalstatus mit Messung der Zahnfleischtaschentiefe
- Röntgendiagnostik zur Beurteilung des Knochenabbaus
- Risikoanalyse (z. B. Rauchen, Vorerkrankungen)
2. Initialtherapie (nicht-chirurgische Behandlung)
- Professionelle Entfernung von bakteriellen Belägen und Zahnstein ober- und unterhalb des Zahnfleisches
- Reinigung der Wurzeloberflächen (Scaling und Root Planing)
- Anleitung und Optimierung der individuellen Mundhygiene
Gegebenenfalls kann eine unterstützende antibiotische Therapie indiziert sein.
3. Reevaluation
Etwa 6–12 Wochen nach der Initialtherapie wird der Behandlungserfolg überprüft. Dabei werden Taschentiefen erneut gemessen und das weitere Vorgehen festgelegt.
4. Chirurgische Maßnahmen (bei Bedarf)
Bei fortgeschrittener Parodontitis können parodontalchirurgische Eingriffe notwendig sein, um tiefe Resttaschen zu reduzieren oder regenerative Verfahren einzusetzen.
WICHTIG: Eine lebenslange regelmäßige Nachsorge und optimale häusliche Mundhygiene sind für einen langfristigen Erfolg unerlässlich.
Nachhaltige Betreuung
Eine Parodontitis ist eine chronische Erkrankung. Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist die regelmäßige unterstützende Parodontaltherapie (UPT) mit professioneller Kontrolle und Reinigung in individuell festgelegten Intervallen.
Bei Salvida steht eine strukturierte Nachsorge ebenso im Mittelpunkt wie die akute Therapie – für langfristige Zahnerhaltung und stabile Mundgesundheit.
FAQs – Häufige Fragen zur Parodontitis-Therapie
Was ist der Unterschied zwischen Gingivitis und Parodontitis?
Eine Gingivitis ist eine oberflächliche Zahnfleischentzündung. Sie ist reversibel und betrifft noch nicht den Knochen.
Parodontitis hingegen ist eine fortgeschrittene, chronische Entzündung des Zahnhalteapparates mit Knochenabbau – sie muss behandelt werden, um Zahnverlust zu vermeiden.
Ist eine Parodontitis heilbar?
Parodontitis ist eine chronische Erkrankung. Sie ist nicht „heilbar“ im klassischen Sinn, kann aber durch eine strukturierte Therapie gestoppt und langfristig stabil gehalten werden. Entscheidend ist die regelmäßige Nachsorge (unterstützende Parodontaltherapie).
Tut die Parodontalbehandlung weh?
Die nicht-chirurgische Behandlung erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung und ist gut verträglich. Moderne Verfahren ermöglichen eine schonende Reinigung der Zahnfleischtaschen. Leichte Empfindlichkeiten in den Tagen danach sind möglich, klingen aber meist rasch ab.
Wie lange dauert die Behandlung?
Die Initialtherapie erfolgt meist in ein bis zwei Sitzungen, abhängig vom Befund. Nach etwa 6–12 Wochen wird der Behandlungserfolg kontrolliert. Die anschließende Erhaltungsphase (UPT) findet individuell alle 3–6 Monate statt.
Kann ich selbst etwas zur Vorbeugung beitragen?
Ja. Konsequente Mundhygiene, regelmäßige zahnärztliche Kontrollen, professionelle Zahnreinigung sowie das Vermeiden von Risikofaktoren wie Rauchen tragen wesentlich zur Prävention bei.
Was passiert, wenn Parodontitis nicht behandelt wird?
Unbehandelt schreitet der Knochenabbau fort. Es kann zu Zahnlockerung, Zahnverlust und funktionellen Einschränkungen kommen. Frühzeitige Therapie verbessert die Prognose deutlich.




